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Generationenvertrag auf dem Prüfstand: Hindelanger Mittelschüler bei Buchpräsentation

Generationenvertrag auf dem Prüfstand: Hindelanger Mittelschüler bei Buchpräsentation

Im Kurhaus wurde am 3. März 2026 das neue Buch „Hochalpine Allgäuer Alpwirtschaftskultur in Bad Hindelang – Immaterielles Kulturerbe in Deutschland“ im Rahmen einer feierlichen Präsentation vorgestellt. Eine Gruppe unserer Mittelschule nahm auch daran teil und stellte eindrucksvoll unter Beweis, dass Tradition im Ostrachtal keine verstaubte Theorie ist.

Begegnung mit dem Minister a.D.

Bereits vor dem offiziellen Beginn kam es zu einem besonderen Austausch: Die Jugendlichen trafen den ehemaligen bayerischen Landwirtschaftsminister Josef Miller. In lockerer Runde sprachen sie mit ihm über ihre eigenen Erfahrungen als Kleinhirten. Miller, selbst Kleinhirt gewesen, zeigte sich beeindruckt vom praktischen Wissen und dem Engagement der jungen Generation.

Ein Gänsehaut-Moment im Saal

Eine Frage Millers während der Veranstaltung für einen bewegenden Moment: Als er in die Runde fragte, wer der anwesenden Schülerinnen und Schüler denn schon einmal als Alphirte gearbeitet habe, erhob sich unser ganzer Tisch.

Dieses Bild machte deutlich: In Bad Hindelang ist die Alpwirtschaft weit mehr als ein Diskussionsthema oder ein schöner Fotoband. Sie ist gelebte kulturelle Identität.

 

Das 256-seitige Werk, herausgegeben von der Marktgemeinde Bad Hindelang, dokumentiert eindrucksvoll die 46 Alpen des Gemeindegebiets. Für die Schüler bot die Veranstaltung eine einzigartige Gelegenheit, die Bedeutung der Alpwirtschaft als Wirtschaftsform, Landschaftspflege und kulturelle Identität zu verstehen:

  • Visuelle Einblicke:Die Schüler konnten die über 230 Fotografien von Wolfgang B. Kleiner bewundern, die das harte, aber erfüllte Leben der Älpler zeigen.
  • Expertenwissen: Der renommierte Alpenforscher Professor Dr. Werner Bätzing erläuterte die wissenschaftliche Einordnung der hochalpinen Kultur.
  • Kulturerbe hautnah: Die Aufnahme der Hindelanger Alpwirtschaftskultur in das Bayerische Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes wurde als zentrales Thema hervorgehoben.

Brücke zwischen Tradition und Zukunft

Der Besuch verdeutlichte den Jugendlichen, dass die Alpwirtschaft kein „Museum“ ist, sondern ein lebendiger Generationenvertrag. Die Präsentation unterstrich die Relevanz dieses Themas für die künftige Gestaltung des Lebensraums Allgäu.

Das Buch ist im context verlag erschienen und dient nun als wertvolles Nachschlagewerk für Einheimische und Gäste.

 

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