Auf den Spuren des Sauerteigs
Im Rahmen des Unterrichts im Fach Soziales und Ernährung unternahm die 8. und 9. Klasse der Mittelschule eine spannende Exkursion zum Thema Sauerteig. Ziel war es, den Schülerinnen und Schülern zu zeigen, wie traditionelles Brot entsteht und welche Bedeutung natürliche Gärprozesse für Geschmack, Haltbarkeit und Bekömmlichkeit haben.
Zu Beginn erhielten die Jugendlichen von Marcus Haas in der Schäferstuben eine Einführung in die Grundlagen der Sauerteigherstellung. Dabei lernten sie, dass Sauerteig aus nur wenigen Zutaten besteht – hauptsächlich Mehl und Wasser – und dass natürliche Mikroorganismen wie Hefen und Milchsäurebakterien für die Gärung verantwortlich sind. Besonders interessant war für viele, dass Sauerteig früher die wichtigste Methode war, um Brot ohne industrielle Hefe zu backen. Herr Hass zeigte und seinen Sauerteig, welcher aus dem Jahr 1904 ist.
Im praktischen Teil durften die Schülerinnen und Schüler selbst aktiv werden. Gemeinsam mischten sie Mehl, Wasser, Hefe, Salz, Röstzwiebel und Bärlauch zu einem eigenen Sauerteigansatz, beobachteten die Konsistenz des Teigs und erfuhren, worauf es bei der Pflege eines Sauerteigs ankommt. Außerdem konnten verschiedene Cantuccinisorten probiert werden.
Neben dem Backen spielte auch die Bedeutung von regionalen Lebensmitteln und traditionellem Handwerk eine wichtige Rolle. Die Klasse lernte, wie viel Zeit, Geduld und Erfahrung in der Herstellung von gutem Brot stecken und warum handwerklich hergestellte Backwaren oft eine höhere Qualität besitzen.
Die Exkursion war für alle Beteiligten eine abwechslungsreiche und lehrreiche Erfahrung. Viele Schülerinnen und Schüler nahmen neue Eindrücke mit und waren überrascht, wie spannend die Herstellung eines so alltäglichen Lebensmittels wie Brot sein kann. Einige äußerten sogar den Wunsch, zu Hause selbst einmal Sauerteig anzusetzen und Brot zu backen.
So zeigte die Exkursion eindrucksvoll, dass Lernen außerhalb des Klassenzimmers nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Neugier und Begeisterung für Lebensmittel und deren Herstellung wecken kann. Ganz herzlich möchten wir uns bei Herrn Haas sowie Familie Kullmann bedanken welche uns diese Möglichkeit geboten haben.
Bilder: privat
Text: Bianca Bauer






